Mittwoch, 2. Januar 2019

Meine erste eigene Oberfräse: DEWALT D26204K

Meine ersten Erfahrungen mit einer Oberfräse habe ich mit einem günstigen Modell von Einhell gemacht. Diese Fräse konnte ich mir immer von meinem Chef ausborgen und für 1-2 mal im Jahr etwas fräsen ist diese Fräse auch definitiv ihr Geld wert.
Aber irgendwann wollte ich dann doch etwas handlicheres bzw. auch qualitativ besseres für meine Oberfräsarbeiten haben.



Beziehungsweise ist mir ein eigenes Werkzeug doch viel angenehmer als geborgtes.Ich habe da immer ein bisschen Angst, dass da irgendwas mit der Maschine passiert und ich das dann dem Eigentümer "beichten" und für den Schaden aufkommen muss.
Da ich gern eine kompakte Fräse haben wollte, die man sowohl als normale Oberfräse als auch als Kantenfräse verwenden kann, fielen nach einiger Recherche die Makita RT0700 und die Dewalt D26204K in meine engere Auswahl.
Nach langem Hin und Her und auch einigem Herumprobieren zwischen den beiden ist meine Wahl auf die Dewalt gefallen. Grund dafür war hauptsächlich der sehr fummelige Fräserwechsel bei der Makita und die Blogbeiträge von Heiko Rech.
Und ich muss sagen, dass ich meine Entscheidung bisher nicht bereut habe. Die Fräse ist super vielseitig und hat für meine Bedürfnisse ausreichend Leistung.
Ich habe mich für die komplette Version mit Koffer und Kantenfräseinheit entschieden. Bisher habe ich davon die Kantenfräseinheit am meisten benutzt, weil die einfach gut in der Hand liegt und man so die Fräse super kontrolliert führen kann.
Bei ersten Testfräsungen ist mir allerdings aufgefallen, dass sich die Frästiefe immer verstellt hat und meine Nuten am Ende weniger tief waren als am Anfang. Doch das war leicht behoben: Der Spannhebel zum Feststellen des Fräsmotors im Fräskorb war zu locker eingestellt. Mit einer kleinen  Inbusschraube kann man die Spannung ganz leicht anpassen und jetzt funktioniert alles einwandfrei.


Für die Kantenfräseinheit ist nur ein einfacher Blech-Parallelanschlag dabei. Der ist jetzt nicht sooo supertoll, reicht aber vollkommen aus. Zumal ich diese Kantenfräseinheit eh meist mit Fräsern verwende, die ein Kugellager haben. Für die Taucheinheit ist ein ordentlicher Anschlag aus Gussaluminium dabei, leider ohne Feineinstellung. Diese kann aber scheinbar nachgerüstet werden. Denn es ist eine Ausparung dafür vorhanden. Mal sehen, vielleicht gibt es so etwas ja als Ersatzteil günstig zu kaufen.
Desweiteren sind noch Staubansaughauben für beide Einheiten dabei. Die funktionieren auch echt gut und ein Staubsauger kann da ordentlich was an Spänen wegsaugen. Auch eine Kopierhülse mitsamt Zentrierdorn ist mit an Bord. Die reicht auch für erste Fräsungen aus. Bisher habe ich sie aber noch nicht benutzt.

Das einzige Negative bisher ist der Koffer. Er ist ziemlich unflexibel. Denn es sind ganz genaue Passformen für die einzelnen Teile vorhanden, so dass es schon schwierig ist, die Fräse in einer anderen voreingestellten Frästiefe darin unterzubringen. Es ist auch etwas schwierig, das festmontierte Kabel darin zu verstauen. Deshalb ist es immer eine ganz schöne Fummelarbeit, nach getaner Arbeit alles wieder zu verstauen. Es ist auch sehr wenig Platz für entsprechendes Zubehör. Fräser können nur in Einzelpackungen untergebracht werden. Mein zwölfeiliges ENT Fräserset passt da leider nicht hinein. Dafür ist der Koffer aber relativ flach und dadurch leicht unter dem Sofa verstaubar.

Vielleicht lasse ich mir da noch was einfallen und rüste das ganze auch auf einen Systainer und das Kabel nach Garantieablauf auf Festools PlugIt-System um. Es gibt sooo viel zu tun. Aber auf jeden Fall muss ich jetzt endlich mal meine Staubabsaugung fertig bauen. Denn so eine Oberfräse erzeugt doch schon recht viele Späne.

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