Samstag, 1. Mai 2021

Meine erste Bandsäge: Record Power Sabre 250

Letztes Jahr hatte ich beschlossen, mir eine Bandsäge zu kaufen. Ursprünglich wollte ich einfach eine ganz kleine gebrauchte nehmen, die ich dann mal eben schnell auf meine Werkbank stellen kann. Diese kleinen wiegen meist so ca. 12 kg. Allerdings war ich bei entsprechenden Anzeigen entweder zu spät dran oder die Anbieter wollten für stark gebrauchte und verschmutzte Modelle gewisser günstiger Hersteller einen Preis haben, der nur knapp unter dem Neupreis lag. Schließlich habe ich genervt aufgegeben und mich in ein etwas größeres Modell verliebt, was zu dem Zeitpunkt neu auf den Markt gekommen war: Die Sabre 250 vom britischen Hersteller Record Power.

Was ich besonders interessant fand, war neben der stabilen Verarbeitung ein Hebel, mit dem man die Bandspannung einfach lösen konnte. Das habe ich sonst nur bei größeren Sägen gesehen und fand das aber sehr praktisch. Denn ungeduldig wie ich bin, würde es mich tierisch nerven, jedes Mal an der Bandspannung rumdrehen zu müssen, wenn ich nur mal schnell vor der Arbeit noch ein/zwei Dinge sägen möchte.

Ein "Problem" an der Bandsäge ist aber, dass sie keine kleine 12 kg Maschine ist, sondern ca 35 kg wiegt und viel größer ist. Somit kann sie in meinem kleinen Keller nicht mal eben schnell irgendwohin gestellt werden und auch nicht mal eben schnell weggeräumt werden. Also musste irgendein kleiner Unterstand her, der es mir ermöglicht, die Säge hin und her zu schieben und der trotzdem noch in den engen Keller passt. Passenderweise haben genau zu dem Zeitpunkt Nachbarn ein kleines Holzregal vom schwedischen Möbelhaus ausgemustert. Das schien mir genau passend für so etwas. Und bevor das Regal einfach weggeschmissen wird, habe ich es zu einem Rollschrank für meine Bandsäge umfunktioniert.

Durch coronabedingte Lieferschwierigkeiten zog sich die Lieferung der Bandsäge über drei Monate hin. So hatte ich also genug Zeit, den Schrank fertigzubauen. Ich integrierte ein paar Schubladen, in denen Sägebänder und noch allerlei andere Sachen unterkommen sollten. Das gibt dem Schrank auch einiges an Gewicht, damit der Schwerpunkt nicht zu hoch liegt und die Bandsäge stabiler steht. Außerdem bekam der Schrank noch ein paar kleine Schwerlastrollen. Allerdings wurden diese später durch größere Rollen ausgetauscht. Zum einen ist der Boden im Keller sehr uneben und die kleinen Rollen blieben immer irgendwo hängen. Zum anderen aber stellte ich nach Montage der Bandsäge fest, dass ich trotz der geringen Deckenhöhe in meinem Keller noch ein paar Zentimeter Platz hatte und mit größeren Rädern zum einen den Schrank leichter bewegen konnte. Zum anderen wurde aber auch die Arbeitsfläche erhöht, was das Sägen etwas angenehmer macht.

Am Ende blieb nur noch ein Problem: die Absaugung.
Ich habe hier ja schon meine Absaugung beschrieben. Die betreibe mit einem dünnen Absaugschlauch, der an meine ganzen Geräte wie Handkreissäge und Oberfräse passt. Die Bandsäge hat aber einen Anschluss mit einem Durchmesser von 58 mm innen und 64 mm außen. Dafür findet man gar nicht so leicht einen Adapter. Nachdem ich schon überlegt hatte, im Bekanntenkreis herumuzufragen ob mir jemand so etwas auf seinem 3D-Drucker drucken könnte, bin ich auf einen Kommentar auf Youtube gestoßen. Dort hatte jemand ein Ersatzteil von Metabo empfohlen, was angeblich perfekt passen sollte. Also habe ich mal eben schnell das Ersatzteil mit der Teilenummer 630316 bestellt und siehe da: es passt wirklich super! Jetzt kann ich meinen normalen Saugschlauch an die Säge anschließen. An dieser Stelle vielen Dank an denjenigen, der das herausgefunden hat!

 
Und noch ein kurzes Fazit zur Säge an sich: ich finde sie super und bin mehr als zufrieden damit! Momentan schneide ich ein Video zur Entstehung des Unterschranks. Wenn es irgendwann mal fertig ist, werde ich es hier noch verlinken.

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