Sonntag, 7. Februar 2016

Bau eines Zyklonabscheiders, Teil 2 - erster Prototyp

Für den Umbau unserer Abstellkammer mussten in unserer Wohnung einige OSB- und Spanplatten zurechtgesägt werden. Das ist natürlich eine ziemliche Sauerei. Also beschloss ich, einen ersten Testlauf mit dem Zyklonabscheider zu wagen.
 
Da ich mir noch nicht sicher war, ob ich den Saugschlauch der Einfachheit halber von oben zuführe oder mir doch die Mühe mache, einen seitlichen Anschluss zu bauen, nahm ich erst einmal einen alten Einlegeboden von einem Schrank und benutzte diesen als Deckel. Ich habe noch schnell mit der Oberfräse eine zum Eimer passende Nut gefräst und Löcher für die Rohre gebohrt. Hier konnte ich auch mit der Tiefe der Anschlussrohre ganz einfach herumprobieren. Als Saugrohre habe ich zwei Aluminiumrohre genommen. Das dickere der beiden soll für den Gerätesaugschlauch sein und das dünnere für den Staubsaugerschlauch. Leider war das dickere Rohr etwas zu dick, so dass ich da einiges abfeilen musste, bis der Festool-Saugschlauch draufpasste.
Nach ersten Versuchen installierte ich noch ein Winkelstück von einem Abflussrohr, damit die angesaugten Späne nicht zu dicht an das andere Rohr herankommen und somit nicht gleich im Staubsauger landen.
Anfangs ließ die Saugkraft relativ schnell nach und es wurde doch eine ganz schöne Sauerei in der Wohnung. Durch etwas Ausprobieren mit den Abständen der Rohrenden zueinander konnte das Problem behoben werden. Allerdings zieht sich bis jetzt immer noch das Fass etwas zusammen. Das ist nicht schlimm, denn es ist ja relativ stabil und nach dem Ausschalten des Staubsaugers ploppt es wieder in seine Ausgangsform zurück. Doch ist es ganz schön nervig und laut :-) Da muss ich noch etwas herumprobieren, vielleicht z.B. mit einem Unterdruckventil in der Art von Bastian. Vielen Dank für diese Idee!
Außerdem habe ich gemerkt, dass der lange Saugschlauch oft so durchhängt, dass etwas größere Späne gar nicht so richtig in den Eimer gesaugt werden können bzw. spätestens in dem Winkelstück hängen bleiben.
Fazit: Doch keine einfache Zuführung von oben. Ich mache mir lieber die Mühe und bringe das Rohr seitlich an. Da hängt der Schlauch nicht so durch und ich spare mir das Winkelstück. Die Rohrstücke müssen auch noch gekürzt werden.
Nichtsdestotrotz bin ich mit diesem ersten Prototyp sehr zufrieden. Ich habe ihn inzwischen schon mehrmals für andere Säge- und Schleifarbeiten benutzt und bin froh, jetzt weniger Staub in der Luft zu haben und nicht mehr die ganze Sauerei im Keller mühsam zusammenfegen zu müssen. Nur noch den Rest auf einen Haufen kehren und dann aufsaugen - fertig.


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